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Ingo Grinowski

"Das Kindliche lebt im Menschen bis zum hohen Alter."
Alexander Grin


Geboren wurde der Autor, am 21. Dezember 1962, in dem südbrandenburger Ort Altdöbern. Diese Tatsache ist dem Umstand geschuldet, dass seine Mutter durch Schneeschieben (der Winter war legendär), den Geburtsprozess (etwas früher als vorgesehen) einleitete, und dort die nächste Geburtsklinik war.
(Recherchen ergaben für diesen Tag, nichts Bemerkenswertes, ausser: die Beatles spielten im Starclub Hamburg, also quasi in der "Nähe". A.d.R.)
BildDie ersten neun Jahre seines Lebens verbrachte er in Freienhufen, dem Dorf, das sich seine Vorfahren als Heimat ausgesucht hatten (siehe Alexander Grin). In erster Linie, weil es dort Braunkohlenbergbau gab, Arbeitskräfte gesucht wurden, und man damit ein Auskommen hatte. Seine Urgrosseltern (väterlicherseits) kamen aus Litauen (damals russisches Generalgouvernement), wo sie solches nicht mehr fanden.
Im Jahre 1971, zogen seine Eltern nach Senftenberg, die Kreisstadt, um. Natürlich vergassen sie nicht, ihn mitzunehmen. Dort sollte er mit Unterbrechungen (Lehre, Armee), die nächsten dreissig Jahre verbringen. Nach Beendigung der sogenannten Polytechnischen Oberschule (POS), war er, wie jeder, vor die Berufswahl gestellt. In den Bergbau wollte er nicht, wenigstens das war klar.
Zu dieser Zeit, interessierte er sich sehr für Schiffe. Was lag also näher, als sich bei einer Werft zu bewerben. So kam es, dass er jetzt über einen Facharbeiterbrief als "Stahlschiffbauer" verfügt. Nach reiflicher Überlegung und im Einvernehmen mit der Warnowwerft Warnemünde (dort hatte man im Angesicht diverser Verweise und Ermahnungen, erstaunlicherweise nichts dagegen), hatte er den Ausflug in die Welt der Schiffe beendet. Einem Betrieb, der mehrere Tote im Jahr zu beklagen hat, wollte er nicht angehören.Bild
So hatte die Niederlausitz ihren Sohn wieder. Er fand eine Anstellung als Schlosser, bei der Gebäudewirtschaft Senftenberg. Nebenbei schloss er sich einigen Leuten an, die in einer Band spielten und versuchte die ersten Texte zu schreiben. Das Projekt war zum scheitern verurteilt, als Mitglieder zur Armee oder in die Ehe eingezogen wurden. Allein weiterzumachen, fehlte ihm der Antrieb, das nötige Geld und sicher war er auch nicht der beste Gitarrist, um es mal vorsichtig zu umschreiben.
1983 wurde er nun selbst Vater, dies brachte ein Umdenken gegenüber dem Bergbau mit sich, da dort die Verdienstmöglichkeiten im Verhältnis zu den übrigen Löhnen in der DDR eindeutig besser waren. Fortan reparierte er die Dampfkessel in einem Kraftwerk. Dann blieb es ihm auch nicht erspart, den Grundwehrdienst in der NVA anzutreten. Nachdem dieser abgeleistet war, neigte sich die Existenz der DDR, natürlich plötzlich und unerwartet, ihrem Ende zu. Ich glaube nicht, dass er zu den Demonstranten in Leipzig, vor denen man allen Respekt habe sollte, gehörte. Diese Anmerkung möchte ich mir erlauben, denn mittlerweile macht sich das Gefühl breit, die gesamte Bevölkerung war auf der Strasse und jeder war schon immer gegen die Politik der SED (auch die Mitglieder), dem war, fürchte ich, nicht so. Allerdings, konnte er sich den Anwerbungen der Partei, der Polizei und auch der Stasi, erwehren. Es sei nicht verhehlt, dass er an eine Reformierbarkeit der DDR geglaubt habe, später urteilte er: "man kann sich ja mal irren".
Die neunziger Jahre standen dann, auch für ihn, unter dem Zeichen, soviel wie möglich nachzuholen. BildWas da war: Urlaubsreisen, Autos, Konzertbesuche, auch konnte er jetzt, als grosser John Lennon Verehrer nach New York und dort in "Strawberry Fields" sitzen, dort sein erstes Interview geben, woran er nicht zu träumen gewagt hätte. Mittlerweile kam das "Unglück" in die Niederlausitz, in Form von Abwicklern, die ihren Job sehr ernst nahmen und dem Bergbau in der Region um Senftenberg, den Garaus machten. Somit waren die vorher erwähnten Vorteile und Verdienstaussichten, plötzlich Makulatur und ein Bevölkerungsrückgang war die Folge. Er hielt sich, wie viele andere über Wasser, indem sie die Sachen abrissen, für deren Erhalt sie vorher gesorgt hatten. Eine frustrierende Tätigkeit. Das liess manche an den Segnungen des Kapitalismus zweifeln.
Inzwischen hatte sein Töchterchen das Alter erreicht, selbst eine Ausbildung anzutreten, sie orientierte sich natürlich gleich westwärts und zog nach Rheinland-Pfalz. So hatte er auf einmal eine "Westverwandte", (Eingeweihte werden wissen, was damit gemeint ist) und als ihn dann ihr Hilferuf erreichte (Heimweh), zögerte er nicht lange und begab sich dorthin. Dank der uneigennützigen Hilfe seines Freundes Gerry, gestaltete sich der Umzug nicht so schwierig. Es gelang ihm, das Mädchen zum Durchhalten zu bewegen. Mittlerweile hat sie ihren Platz im Leben gefunden und er ist jetzt Grossvater. Eine Traumstellung mit gesichertem Auskommen, hatt er nicht gefunden(war auch nicht wirklich zu erwarten, wenn man mit vierzig noch mal neu anfängt), stattdessen versuchte er ein paar Jahre als Zeitarbeiter sein Glück, mit der entsprechenden Entlohnung (siehe Wallraff). Irgendwann hatte er die Schnauze voll. So wird er jetzt, grosszügig, von Sozialleistungen ernährt, und versucht, in die Nachfolge seines Urgrossonkels zu treten, bearbeitet die Manuskripte, die sich in -zig Jahren angesammelt haben, um seiner Biografie und der Literaturgeschichte des Hauses Grinowski, doch noch ein gutes Ende zu gönnen.

BildDamit soll es an dieser Stelle erstmal genug sein. Das letzte Wort gehört dem Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit(MfS), der auf seiner Karteikarte feststellte: "von einer weiteren Bearbeitung, (des Grinowski), als SaZ(Soldat auf Zeit) im WR(Wachregiment*) des MfS musste Abstand genommen werden!"
Besser kann man ihn nicht beurteilen.
Wir werden den weiteren Weg von Ingo Grinowski verfolgen!

Ingolf von Gruenau

*Das Wachregiment war die Kaderschmiede der Stasi.










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