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Mein Versuch einer Kurzbiografie und der Annäherung an einen "Verwandten":

Александр Грин Alexander Stepanowitsch Grin, wurde am 23. August 1880 in Slobodskoj (Gebiet Wjatka) geboren. Diese Tatsache ist dem Umstand geschuldet, dass sein Vater, Stephan Grinowski, 16-jährig, als Teilnehmer am polnischen Aufstand, des Jahres 1863, nicht erschossen sondern "nur" in diese Gegend verbannt wurde.

(Doch auch für die anderen Mitglieder der Familie, blieb der Fakt, dass sich in ihren Reihen, ein Aufständischer befand, nicht ohne Folgen. Es wurde der Adelstitel aberkannt und das Gut enteignet, eine nicht ungewöhnliche Vorgehensweise, zu dieser Zeit, im russischen Generalgouvernement Vilna (Litauen).
Es entzieht sich meiner Kenntnis, wie man damit klar kam, alles verloren zu haben. Bekannt ist allerdings, dass sich einige jüngere Familienmitglieder, um die Jahrhundertwende, in die Welt aufmachten.)


Stephan arbeitete in Wjatka im Krankenhaus, als Buchhalter und verfiel dem Alkohol. Nach der Geburt von Alexander, starb seine erste Frau, so das er wieder heiratete und Alexander in den Genuss, einer garstigen Stiefmutter kam. Er wurde von der Realschule ausgeschlossen, weil er ein paar Verse über seinen Lehrer verfasste, so besuchte er die Volksschule in Wjatka, die ihm kaum umfassende Bildung angedeihen liess.
Diese sollte ihm das Leben verschaffen. Seine erste Station hiess Odessa, dort versuchte er, der die Seefahrt und Schiffe liebte, als Matrose anzuheuern. Es gestaltete sich schwierig, da er mit seiner Konstitution und seiner Ungeschicklichkeit, nicht ganz den Erwartungen entsprach. So traf er meist auf Ablehnung, und als es ihm dann doch gelang und er seine erste Seereise machte, wurde er zur Zielscheibe für die Spötteleien der ganzen Mannschaft. Diese Reise führte ihn das erste und einzige Mal, ins Ausland von Odessa nach Alexandria.
Sein geringes Selbstvertrauen und die grosse Zahl der Rückschläge, liessen ihn wieder zurück nach Wjatka gehen. Dort schlug er sich dann als Bademeister und Schreiber in einem Büro durch. Der tägliche zermürbende Kampf ums Brot und die Suche nach einem besseren Platz, liessen ihn in Baku stranden, dort ging es ihm ganz schlecht, er landete als Bettler und alterte zusehens. Nach einem neuerlichen Aufenthalt in Wjatka, folgten eine Wanderung durch den Ural, in der Hoffnung, Gold zu finden, und schliesslich die Kaserne eines Infanterieregiments in Pensa, aus dem er nach cirka einem Jahr desertierte. Eine Begegnung mit Sozialrevolutionären, brachte ihn in Kontakt zu dieser Partei und zu politischem Engagement. In der Folge, wurde er 1903 verhaftet, bis er 1905 vom Marinekriegsgericht, zu lebenslanger Verbannung nach Sibirien verurteilt wurde. Eine Amnestie rettete ihn. Als sich einige Zeit später, sein schriftstellerisches Talent zu entfalten begann, und er seinen Platz gefunden zu haben glaubte, wurde er auf Grund seiner weiteren politischen Tätigkeit verraten, und landete wieder im Gefängnis. 1910 wurde er nach Archangelsk verbannt, dort heiratete er.
In Petrograd, 1912, liess er sich wieder scheiden, zu dieser Zeit wurde er als Verfasser von Kurzgeschichten, bekannt.
Nach der Oktoberrevolution, musste er seinen sozialrevolutionären Ansichten abschwören. So konnte er weiter schreiben und wurde ein populärer Autor. 1921 heiratete er ein zweites Mal, und zog ans Schwarze Meer, doch da die Inhalte seiner Bücher, nicht ganz den sowjetischen Ansichten entsprachen, wurden viele Manuskripte abgelehnt, und er wurde nie reich. Er war immer auf die Hilfe von Kollegen und Gönnern angewiesen, auch hatte seine Gesundheit sehr gelitten. 1930 zog er nach Stary Krim, dort starb er am 8. Juli 1932.

Ingo Grinowski



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Die Fotos zeigen - oben: A. Grin (1910), unten: Graffiti in Charkov, dass das Märchen "Purpursegel" zum Inhalt hat, aufgenommen von Viktor Vizu, (via Wikimedia Commons).
Quellenangabe: biografische Informationen stammen aus Buchbegleittexten von: Wl. Dimitrewski, Lola Debüser, Leonid Borissow. Zitate wurden nicht verwendet.






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